Der biblische Sintflut-Bericht bot noch den Zeitgenossen des späten Mittelalters eine Einordnungsmöglichkeit für katastrophale Unwetter, Fluten und andere extreme Naturereignisse. Doch neben der Möglichkeit, solches als Gottes Strafe für menschliches Handeln zu deuten, begann man in jener Zeit auch, rational-kausale Erklärungen dafür zu entwickeln – und daraus Abwehrstrategien abzuleiten und umzusetzen. In diesem Vortrag werden alpenländische und fränkische Extremereignisse jener Zeit, ihre katastrophalen Folgen sowie Maßnahmen des infrastrukturellen Resilienzaufbaus anhand von Schriftquellen und Bildzeugnissen beleuchtet.
Seit dem 1. April 2022 ist Zeilinger Professor für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Zuvor vertrat er Professuren u.a. in Rostock, Göttingen, Heidelberg und an der FernUniversität Hagen. Sein Forschungsfeld umfasst vormoderne Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, mit Fokus auf Städte, Adel, Urbanisierung, sowie deren Einbettung in Politik- und Kulturgeschichte.
Zeilinger veröffentlichte mehrere Monografien – etwa zu höfischen Festen und spätmittelalterlichen Städtekriegen – und zahlreiche Sammelwerke und Aufsätze zur Landes-, Stadt- und Sozialgeschichte des Mittelalters.
Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Stadt Amberg / Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg




