Der Klimawandel bringt Hitze, Trockenheit und stark schwankende Umweltbedingungen mit sich – Herausforderungen, auf die die Landwirtschaft reagieren muss. In seinem Vortrag zeigt Prof. Dr. Uwe Sonnewald, wie moderne Züchtungsmethoden Pflanzen darauf vorbereiten, auch unter diesen veränderten Bedingungen stabil zu wachsen. Er nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Pflanzenzüchtung – von den Anfängen vor über 10.000 Jahren bis zu den neuesten biotechnologischen Ansätzen – und beleuchtet dabei sowohl große Erfolge als auch aktuelle Herausforderungen. Angesichts der rasch fortschreitenden Klimaänderungen dürfen wir nicht abwarten, bis die Ernteerträge weltweit sinken. Wir müssen jetzt handeln, denn die Züchtung angepasster Nutzpflanzen benötigt viel Zeit, und Verzögerungen könnten schwerwiegende Folgen für die
Ernährungssicherheit haben.
Prof. Dr. Uwe Sonnewald ist einer der führenden Pflanzenbiochemiker Deutschlands. Nach einem Biologiestudium in Köln promovierte er an der Freien Universität Berlin, unter anderem mit einem Forschungsaufenthalt an der University of California, San Diego, und habilitierte 1993 an der Universität Göttingen. Er leitete Forschungsgruppen am IPK Gatersleben und war Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, bevor er 2004 den Lehrstuhl für Biochemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg übernahm. 1998 gründete er gemeinsam mit BASF die Biotechnologie-Firma SunGene. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Assimilatverteilung in Nutzpflanzen wie Kartoffeln und Maniok sowie biotechnologischen Ansätzen zur Ertragssteigerung und Stressresistenz. Mit über 250 wissenschaftlichen Artikeln und mehr als 30 Patenten gehört er zu den produktivsten Forschenden seines Fachs. 2020 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen – eine der höchsten wissenschaftlichen Ehrungen in Deutschland.
Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Stadt Amberg / Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg




